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Rioja: Charakteristisch ist der Ausbau im kleinen Eichenfass |
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Das im Norden der Iberischen Halbinsel liegende Rioja ist nach wie vor das wichtigste Qualitätsweingebiet des Landes. Die Weine sind geprägt von den verschiedenen Klimazonen und dem eher kargen Boden. Charakteristisch für die roten Riojas ist der Ausbau im kleinen Eichenfass, das den Weinen ihre typische reife, weiche Note gibt. Seit mehr als zweihundert Jahren wird in La Rioja Wein erzeugt. Bereits am Ausgang des 18. Jahrhunderts wandte man in der Rioja Weinproduktionsmethoden an, die aus Bordeaux stammten. Doch wurde bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts der Wein im wesentlichen mittels traditioneller Verfahren, die schon im alten Rom praktiziert wurden, produziert; danach führte La Rioja für die damalige Zeit hochmoderne technische Methoden ein. Dazu zählten insbesondere das Gären in großen Behältnissen aus Eiche sowie die darauf erfolgende Alterung in etwas kleineren 225-Liter-Eichenfässern (die so genannten barricas). So paradox es auch klingt: Überaus positiv wirkte sich die Weinplage namens "Reblaus" für La Rioja aus, die die Weinberge in Mitteleuropa gänzlich zerstörte. Die dortigen Weinhändler wandten sich nämlich in ihrer verzweifelten Suche nach Qualitätsweinen nach La Rioja, wodurch diese Weinregion der Extraklasse zunächst einer wirtschaftlich erfolgreichen Zukunft entgegen blicken konnte. Und auch das Interesse der französischen Weinbauern an der Rioja stieg, was sogar dazu führte, dass sich Weinbauern und Weinhändler aus Bordeaux in La Rioja ansiedelten, wo sie ihr berühmtes Wein-Wissen den Spaniern mitteilten. Doch blieb auch die Iberische Halbinsel und die Rioja keineswegs von der Reblaus verschont, so dass ein Neubeginn in Sachen Weinanbau erforderlich wurde. Dabei hatte die Rioja eine Vorreiter-Rolle inne, insbesondere aufgrund seiner modernen, den Wein betreffenden Gesetzgebung. Als erstes spanscihes Weinanbaugebiet rief sie im Jahr 1926 einen Kontrollausschuss ("Consejo Regulador") ins Leben. Auch das Jahr des Endes des Zweiten Weltkriegs war für die Rioja von großer Bedeutung, denn 1945 wurde ihr der Status eines geschützten Anbaugebietes (DO) verliehen. |
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Anbaugebiete |
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Bodenverhältnisse Unter dem Einfluss des Atlantiks steht auch die Weinregion "Rioja Alta", die nicht so hoch wie "Rioja Alavesa" liegt. Auch gibt es in "Rioja Alta" weniger Niederschlag, und die Winter sind weniger kalt als in "Alavesa". Auf dem kalkreichen Lehmboden gedeihen frische und leichte Weine. In der Region "Rioja Baja" schließlich herrscht Mittelmeerklima: Die wahrhaft schweißtreibenden Sommer sowie die recht milden Winter führen - in Verbindung mit den eisenhaltigen Tonböden - zu alkoholreichen und kraftvollen Weinen. Was die Qualität der Weine betrifft, so stammen die edleren Rebensäfte meist aus den höher liegenden, westlich und nördlich ausgerichteten Weingebieten. Hinsichtlich der Preise der Rioja-Weine ist das Verhältnis von Kellereien und Weinberg-Besitzern von großer Bedeutung. Nicht nur in der Rioja, sondern auf der gesamten Iberischen Halbinsel versteht es sich keineswegs von selbst, dass ein Kellereibesitzer auch über eigene Weinberge verfügt. Aus diesem Grund ergänzen einige Kellereien ihr eigenes Lesegut durch Trauben, die sie von Zulieferern erstehen. Doch gibt es auch Kellereien, die überhaupt keine eigenen Reben besitzen, weshalb sie ihren gesamten Bedarf durch Ankauf decken müssen. In diesem Punkt sind also die Kellereien von den Winzern abhängig, was beispielsweise dazu führt, dass bei Jahren, in denen die Ernte nicht besonders gut ausfällt, die Kellereien relativ hohe Preise für die Trauben bezahlen müssen. Dies war etwa im Jahr 1999 in der Rioja der Fall. Da es mittlerweile wirtschaftlich sehr lohnenswert ist, in den Rebensaft zu investieren, werden in der Rioja mehr und mehr Kellereien gegründet, Kellereien, die zum Teil ausgesprochen groß sind. Ob dadurch die Preise für die natürlich nur in einem bestimmten Umfang verfügbaren Trauben steigen werden, steht bislang noch nicht fest. |
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Rebsorten Die dominierende Rebsorte der Rioja ist zweifellos Tempranillo. Zwar produzieren manche Weinbauern reinsortige Tempranillos, doch wird dieser Rebsorte in der Regel Mazuelo, Garnacha oder Graciano beigegeben. Mazuela ist für eine kräftige Farbe "zuständig" und steigert sowohl die Konservierbarkeit als auch den Gehalt an Tannin. Dagegen optimiert Garnacha die Säurebalance. Typisch für die Weinregion La Rioja ist, dass sie mehr Rot- als Weißweine herstellt. Die Weißweine stammen meist aus Viura und werden - ganz der Tradition folgend - vorwiegend in Holzfässern vergoren und ausgebaut. Wegen der großen Bedeutung der Rioja-Rotweine verdienen die bereits erwähnten Rebsorten Tempranillo und Garnacha eine nähere Betrachtung. Typisch für die Rebsorte Tempranillo, auch "Cencibel", "Ull de Llebre" bzw. "Tinto Fino" genannt, ist ihre früh reifende Traube, aus der Weine mit starker Fruchtnote sowie mit weichen Tanninen resultieren. Tempranillo genießt den Ruf, die exquisiteste rote Rebe der Iberischen Halbinsel zu sein. Zum einen kann der Genießer Weine aus der Tempranillo-Rebe jung trinken, zum anderen sind sie bestens für den Ausbau im Barrique geeignet. Die Tempranillo-Rebe besitzt ein großes Reifepotenzial. Charakteristisch für Garnacha ist der hohe Zuckergehalt der Traube. Sie ist von relativ heller Farbe, reich an Extrakten sowie fruchtig. Unvermischt wird Garnacha hauptsächlich als Jung- oder Roséwein ausgebaut. Im Verschnitt ist die Rebe unverzichtbar, weshalb sie eine der wichtigsten Rebsorten in den katalonischen Verschnittweinen darstellt. Jahrgänge |
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Sehr gut
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1998
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Gut
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1997
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Sehr gut
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1996
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Überragend
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1995
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Überragend
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1994
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Gut
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1993
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Gut
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1992
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Sehr gut
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1991
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Gut
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1990
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Gut
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1989
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Gut
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1988
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Sehr gut
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1987
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Gut
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1986
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Gut
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1985
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