Von der Puerta de las Granadas bis zur Alcazaba
Der Alhambrapark erstreckt sich in einer Schlucht zwischen dem Berg "Monte Mauror" und dem Alhambrahügel; Haupteingang ist die Puerta de las Granadas, die 1536 anstelle eines altarabischen Tors erbaut wurde. Rechterhand der Puerta erhebt sich auf dem Monte Mauror das im 13. Jahrhundert errichtete Festungsgebäude der andalusischen Metropole, die Torres Bermejas. Nachdem man sich am Anblick dieser Trutzburg ergötzt hat, betritt man den Alhambrapark durch die Puerta de las Granadas und spaziert die Cuesta Empedrada weiter bis zur Puerta de la Justicia. Durch dieses gewaltige Tor, das Jusuf I. im Jahr 1348 errichten ließ, gelangt man zu einer weiteren Pforte, der Puerta del Vino, durch die man die Plaza de los Aljibes (Platz der Zisternen) erreicht. Von diesem Platz aus genießt man einen wunderbaren Blick in das weit unten liegende Darrotal, den Albaicín sowie den Sacromonte.

An der westlichen Seite der Plaza de los Aljibes ragt die ältere Residenz des Maurenkönigs, die Alcazaba, empor. Sie wurde im 13. Jahrhundert auf Anordnung Mohammed I. erbaut, doch sind von diesem Gebäude lediglich der Mauerring mit seinen gigantischen Türmen erhalten geblieben. Durch die Puerta de la Alcazaba betritt man den traumhaften Garten "Jardín de los Adarves", der eine herrliche Aussicht auf Granada bietet. Wer weiter in die Ferne gucken möchte, sollte keinesfalls versäumen, den 26 Meter hohen Torre de la Vela zu ersteigen, der sich am westlichen Ende der Gartenterrasse erhebt.

 

Der Palast Karls V. (Palacio de Carlos V)
Im Auftrag Karls V. begann im Jahr 1526 der Baumeister Pedro Machuca, einen mächtigen Palast zu errichten, der jedoch Fragment geblieben ist. Der Grundriss des 17 Meter hohen Gebäudes ist quadratisch; die Seitenlängen betragen 63 Meter. Sehenswert sind die (vollendeten) Fassaden, der innere, von Säulen umstandene Hof sowie ein Rundbau, dessen erste Galerie dorische Säulen aufweist, während die zweite Galerie ionische Säulen besitzt. Das untere Stockwerk des Palacio de Carlos V beherbergt das Museo Nacional de Arte Hispano-Musulmán; in der ersten Etage ist das Museo Provincial de Bellas Artes untergebracht.


Kirche Santa María
Gleich neben dem Palast erhebt sich die schöne Kirche Santa María; sie entstand in den Jahren 1581 bis 1618 an jenem Platz, an dem sich die Moschee der Alhambra befunden hatte. Einen scharfen Blick wert ist die Steinsäule rechts neben dem Haupteingang des Gotteshauses: Sie stellt das Martyrium zweier Christen dar, die 1397 hingerichtet wurden.