Kathedrale Santa María de la Encarnación
Schier überwältigend ist der Anblick der westlichen Fassade, die von Alonso Cano und einem seiner Schüler im Jahr 1667 errichtet wurde. Besonders ansprechend ist ein Relief von José Risueño (1717), das sich über dem Haupteingang befindet. Wenden wir uns nun dem "Innenleben" der Kathedrale zu, die man - ebenso wie die Capilla Real - von der Gran Vía de Colón aus betritt. Das absolute Prachtstück des Gotteshauses ist die fast 50 Meter hohe Capilla Mayor, die von einer Kuppel überwölbt wird - vor allem wegen der prächtigen, aus dem 16. Jahrhundert stammenden Glasgemälde und den sieben riesigen Bildern, die Alonso Cano geschaffen hat. Bei den Skulpturen an den Pfeilern des Eingangsbogens, die die Katholischen Könige darstellen, handelt es sich um Schöpfungen Pedro de Menas. Darüber hinaus sollte man mindestens einen Blick auf die Bronzestatuen der Zwölf Apostel (1614) sowie die beiden in der Barockzeit geschaffenen Orgeln werfen.

Dass eine kunsthistorisch so wichtige Kathedrale über einen beträchtlichen Kirchenschatz verfügt, nimmt nicht wunder - zu besichtigen ist er im früheren Kapitelsaal, der sich in der nordwestlich gelegenen Ecke des Sakralbaus befindet. Zu den Highlights des Kirchenschatzes gehören Gobelins aus Flandern. Einen würdigen Abschluss findet der Besuch des Gotteshauses in einer Besichtigung des Sagrarios (südöstliche Seite der Kathedrale), das die Stelle der ehemaligen Moschee einnimmt. Das Sagrario entstand in den Jahren 1705 bis 1759.

 


Auch die nach Nordwesten gerichtete Fassade ist sehenswert, vor allem wegen der beiden üppig verzierten Portale Puerta de San Jerónimo und Puerta del Perdón.


Kirche Santa Ana
Am nordöstlichen Ende der Plaza Nueva befindet sich die Renaissancekirche Santa Ana, die von 1541 bis 1548 erbaut wurde. Sehenswert sind der an ein Minarett erinnernde Turm aus dem Jahr 1563 sowie das Portal im plateresken Stil.
 

Hospital San Juan de Dios
Der Paseo del Triunfo führt in südwestlicher Richtung zum Hospital San Juan de Dios, das wegen der Kirche einen Besuch wert ist, die sich in unmittelbarer Nähe des Hospitals befindet. Das Innere des Sakralbaus ist im barocken Stil gestaltet, und besonders schön ist der riesige Altaraufsatz, hinter dem der Hospitalsgründer Juan de Dios seine letzte Ruhe gefunden hat.
 

Kloster San Jerónimo
Ganz in der Nähe des Hospitals, in südwestlicher Richtung, erhebt sich der 1492 gegründete Convento de San Jerónimo. Die Kirchenwände sind verziert mit Wandgemälden aus dem 18. Jahrhundert. Unter der wundervollen Hauptkapelle (Capilla Mayor) befindet sich das Grab des 1515 gestorbenen Gonzalo Fernández de Córdoba; bei den Figuren, die sich zu beiden Seiten des Hauptaltars befinden, handelt es sich um de Córdoba und seine Gattin.