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"Salmantica" - so hieß die am rechten Ufer des Río Tormes von den alten Römern gegründete Stadt, an der sie leider nicht allzulange Freude hatten Unter dem berühmt-berüchtigten Feldherren Hannibal fiel Salamanca 217 v. Chr. an die Karthager. Etwa eintausend Jahre später ging die Stadt in den Besitz der Mauren über und wurde zum "Dauer-Zankapfel" zwischen den Arabern und den Christen. Dies bekam der Stadt sehr schlecht, denn im Verlauf der zäh anhaltenden Kämpfe wurde Salamanca beinahe gänzlich dem Erdboden gleich gemacht. In den alten Chroniken spielt Salamanca erst wieder um 1100 eine Rolle, was der Bischofssitz dem kastilischen Monarchen Alfons VI. verdankte. Weit über die Grenzen Spaniens hinaus bekannt wurde die 800 Meter über dem Meeresspiegel liegende Stadt durch Alfons IX. von León, der hier eine Universität bauen ließ. Diese Hochschule konnte es sogar mit so berühmten "Denkfabriken" wie Oxford, Paris oder Bologna aufnehmen, und ein besonderes Verdienst der Gelehrten in Salamanca war es, Studenten und Professoren anderer europäischer Länder mit den maurischen Wissenschaften bekannt zu machen. So überrascht es nicht, dass Salamanca als Studienort überaus begehrt war, was sich darin zeigt, dass hier bereits im 16. Jahrhundert mehr als siebentausend Studenten immatrikuliert waren. Doch gegen Ende dieses Jahrhunderts verlor die Stadt mehr und mehr an Bedeutung - die Ursachen hierfür lagen in der Gründung eines Bischofssitzes in Valladolid im Jahr 1593 sowie in der Vertreibung der Moriscos, siebzehn Jahre später. |
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